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Das Ziel ist der Weg – jetzt!

Meeresperle Therapie Blog | Petra Maria Quack und Thomas Quack im Zentrum für ganzheitliche Traumatherapie, Meeresperle

Oder, das Ziel und der Weg sind eins, wenn Du – JETZT bist.

Mir ist aufgefallen, dass in meinem letzten Blog etwas Wesentliches fehlt. Alles ist Jetzt! „Es gibt ein Ziel, aber keinen Weg. Was wir Weg nennen, ist Zögern.“ Es gibt nichts zu erreichen, Du musst nirgendwo hin gehen, alles wonach Du suchst ist Hier und Jetzt. Direkt und unmittelbar in diesem Moment, wenn Du – JETZT bist. Das hört sich genau so einfach an, wie es ist und dennoch erscheint es unerreichbar und in gewisser Weise – stimmt das sogar.

Die, durch Deine Prägung, Konditionierung und Traumatisierung, entstandene Verpanzerung isoliert Dich gleichermaßen von Dir selbst und von Deiner Umwelt. Um mit Dir selbst und deiner Umwelt in Kontakt zu sein, braucht es Deine ungeteilte Aufmerksamkeit. Du hast Dich daran gewöhnt in Gedanken, Vorstellungen, Träumen und Illusionen unterwegs zu sein, Dich so zu entziehen und aus deiner bewussten Wahrnehmung auszusteigen. Das machst Du ständig, ohne darüber nachzudenken, genau so selbstverständlich, wie Du atmest. Wach und mit deiner ganzen Aufmerksamkeit, hier und jetzt – in diesem Moment zu sein, ist dagegen nahezu unmöglich.

Ich möchte eine kleine Übung mit Dir teilen.

Die Flash Meditation

Wann immer es Dir möglich ist, halte inne. Nimm wahr, was JETZT ist. Geräusche, Gerüche, Deine Gedanken, Deine Gefühle, die Menschen um Dich herum, einfach alles was jetzt in diesem Moment, in Dir und um Dich herum geschieht. Aber verliere Dich nicht in dem, was Du wahrnimmst. Bleib mit Deiner Aufmerksamkeit bei Dir und dem was jetzt in diesem Moment ist. Egal wo Du gerade bist oder was Du gerade machst, Du kannst diese Übung in jeder Situation und zu jedem Zeitpunkt machen. Sofort, ohne das zu unterbrechen, was Du gerade tust. Sie findet in Deinem Inneren statt und niemand um dich herum wird bemerken, was du da gerade machst. Die Flash Meditation hat keinen vorgegebenen Ablauf, keine Routine und keine Zeitvorgabe, sie dauert solange es Dir gelingt, 30 Sekunden oder 10 Minuten.

Wenn Du beispielsweise, mit jemandem redest, sei Aufmerksam und nimm wahr: Deine Gefühle, die Augen des anderen, die Mimik, den Atem, die Stimme, das Licht im Raum, die Gerüche, die Geräusche, die Pausen zwischen den Worten, das was hinter den Worten transportiert wird, Deine Gedanken, Deine Stimme, Deinen Atem und alles was gerade jetzt in diesem Moment geschieht. Bleib mit Deiner Aufmerksamkeit bei Dir und interpretiere nichts.

Wiederhole die Übung so oft Dir danach ist, bzw. so oft, wie Du daran denkst. Mach Dir keinen Plan, versuche nicht Diszipliniert zu sein, bemühe Dich nicht sie besonders gut zu machen, verkrampfe Dich nicht – bleib locker. Am Anfang denkst Du vielleicht nur ab und zu daran und es gelingt Dir nicht länger als eine Minute. Mit der Zeit, machst Du es öfter und es gelingt Dir länger. Du solltest Dich weder verurteilen, noch loben, nimm zur Kenntnis was passiert und akzeptiere es. Am Anfang wird es Dir vielleicht schwer fallen, mit dem zu sein, was jetzt in diesem Moment ist. Es wird Dir immer bewusster, wie oft Du Dich entziehst und aussteigst. Je öfter Du die Übung machst, umso schneller wirst Du die Augenblicke genießen, in denen du jetzt in diesem Moment bist.

Diese Übung wird nicht dazu führen, dass sich Deine Verpanzerung auflöst und Du so von Deiner Prägung, Konditionierung und Traumatisierung befreit wirst. Aber die Erfahrung, mit allem zu sein, was jetzt – in diesem Moment ist, wird Dich darin unterstützen, die Erinnerungen und Gefühle da sein zu lassen, die in Deiner Therapie aus deinem Unterbewusstsein in Dein Bewusstsein dringen. Es wird Dir immer leichter fallen, wach und anwesend zu bleiben, egal wie schlimm das ist, was gerade hochkommt. Es wird Dir leichter fallen, Dich darauf einzulassen und die Wahrheit anzuerkennen. So kannst Du, Deine Verpanzerung immer besser wahrnehmen und Dich mehr und mehr von Deiner Prägung, Konditionierung und Traumatisierung distanzieren, um den Abstand zu finden, der notwendig ist um Dich im Rahmen Deiner Therapiesitzungen Schritt für Schritt selbst zu befreien.

Wenn Du Fragen zu dieser Übung oder zu diesem Text hast, kannst Du diese gerne im Kommentarfeld an mich stellen.



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