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Hier findest du eine Sammlung allgemeiner Fragen zum Thema ganzheitliche Traumatherapie. Sollte deine Frage nicht dabei sein, dann schreibe uns eine Email. Wir freuen uns über Interesse an unserer Arbeit und werden deine Frage so schnell wie möglich beantworten. Ist deine Frage von allgemeinem Interesse, nehmen wir sie gerne in unseren Fragenkatalog auf.

Wann brauche ich denn eine Traumatherapie?

Deine Beziehungen scheitern immer an den gleichen Themen. Egal wie du dich bemühst und anstrengst, egal wie fleißig und geschickt du bist, du kommst nicht voran. Du hast Erfolg und trotzdem Existenzangst. Du bist Materiell super versorgt aber ständig unglücklich. Immer wenn du denkst, so jetzt geht’s mir gut, kommt irgendwo ein Knüppel her und fliegt dir genau zwischen die Beine.
Wenn du ein Haus hast, in dem es an allen möglichen Ecken klemmt, der Putz bröselt, die Farbe blättert, der Wasserhahn hier oder die Klospülung dort nicht funktioniert, die Heizung defekt und das Dach undicht ist, hast du zwei Möglichkeiten:

  1. Du führst ständig kleine Reparaturen aus und sorgst dafür, dass es irgendwie funktioniert und erträglich ist. Du bist zwar ständig damit beschäftigt, aber es macht immer nur wenig Mühe und geht schnell. Das ist irgendwie lästig und macht auch nicht wirklich Spaß, aber du musst ja nicht ständig Zuhause hocken. Vor allen Dingen brauchst du so nicht wirklich was zu verändern, kannst wie gewohnt weiter leben und dich damit trösten, dass es den anderen ja auch nicht besser geht.
  2. Du entscheidest dich, es gründlich zu machen und sanierst das Haus vom Keller bis zum Dach. Das dauert länger und das Leben im Haus ist während der Sanierungsphase unbequem und anstrengend, aber danach ist es wirklich dein Haus und du fühlst dich wie neu Geboren.

Wenn du dein Leben von Grund auf ändern willst, empfehlen wir eine ganzheitliche Traumatherapie.

Werde ich wieder ganz gesund?

Die Heilungschancen müssen vorsichtig bewertet werden, da dies nicht alleine in der Hand des Therapeuten liegt. Ein gebrochener Knochen, selbst der komplizierteste Trümmer- oder Splitterbruch kann von einem handwerklich geschickten Arzt wieder perfekt zusammengesetzt werden. Nach einer gewissen Heilungsphase und den entsprechenden heilgymnastischen Übungen, ist der Knochen wieder zusammen gewachsen und funktionstüchtig.

Ein gebrochenes Herz und eine zersplitterte Seele hingegen, kann von keinem Therapeuten der Welt geheilt werden. Der Therapeut ist wegweisender Begleiter, auf dem zumeist langen und beschwerlichen Weg der Heilwerdung. Ohne aktive Mitarbeit des Patienten ist eine Psychotherapie nicht möglich, seine Geduld, sein bedingungsloser Wille und Mut sind unverzichtbar.

Wie lange dauert das denn?

Die Dauer einer umfassenden, ganzheitlichen Therapie hängt von vielen Faktoren ab:

  • Wie tief ist dein Trauma verschüttet?
  • Wie sehr ist dein Körper in Mitleidenschaft gezogen?
  • Wie intensiv willst du an dir arbeiten?
  • Was willst du erreichen?
  • Wie viel kannst du zulassen?
  • Bist du wirklich bereit, dorthin zu gehen wo es weh tut?
  • Bist du bereit, alles in Frage zu stellen?
  • Wie sehr bist du mit anderen (Familie, Freunde, …) verstrickt?
  • Bist du bereit, deine Therapie zum Mittelpunkt deines Lebens zu machen?
  • Kommst du vorbereitet zu den Therapieterminen?
  • Nutzt du die Zeit zwischen den Terminen, um dich mit dir und deinen Themen zu beschäftigen?

Es gibt keine Erfahrungswerte, an denen sich Dauer und Kosten einer Therapie ablesen lassen. Die Therapie folgt dem Patienten und nicht umgekehrt. Auch wenn sich die Ursachen und Strukturen der Traumata und die körperlichen Störungen sehr ähnlich sind, muss jeder Mensch seinen individuellen Weg zur Heilung finden und gehen.

Die Aufgabe des Therapeuten ist es, jedes Mal aufs Neue die richtige Balance zwischen führen und folgen zu finden. Der Patient muss bereit sein, in jeder Situation seine Grenzen auszuloten, seine Widerstände zu erkennen, sein Verhalten zu reflektieren und immer wieder mutig und eigenverantwortlich ein Stück weiter zu gehen, um so den eigenen Raum auszudehnen.

Die Dauer einer Therapie hängt vom Therapeuten – Patienten Verhältnis, von gegenseitigem Vertrauen, Selbsterfahrung und Präsenz des Therapeuten und der Bereitwilligkeit und Compliance des Patienten ab. Aber auch unter idealen Bedingungen, Erfahrung des Therapeuten, intensiver Mitarbeit des Patienten und 3 – 4 Therapieterminen im Monat dauert eine Traumatherapie mindestens 2 – 3 Jahre.

Was kostet so eine Therapie, zahlt das meine Kasse?

Was eine ganzheitliche Traumatherapie kostet, ist erst nach Abschluss der Therapie ersichtlich. Die Kosten ergeben sich aus der Dauer der Therapie und der in Anspruch genommenen, notwendigen Praxisleistungen.
Die Frage, kann ich mir das eigentlich leisten, ist wichtig und notwendig. Über die Antwort entscheidet in den meisten Fällen die individuelle Reihenfolge der Prioritäten. Die Gesamtsumme der Therapiekosten, lässt sich durch Bereitwilligkeit, intensive Mitarbeit, gute Vorbereitung, eigenverantwortliches Engagement und Fokussierung auf das Wesentliche reduzieren. Durch längere Abstände zwischen den Terminen, dauert die Therapie länger, die monatliche Belastung wird aber reduziert.

Heilpraktikerleistungen werden nur von einigen Privat- und Zusatzversicherungen, anhand des Hufeland-Leistungsverzeichnisses übernommen. Die Kassenübernahme einer Psychotherapie muss vorab beantragt werden. Das ist einigermaßen Aufwändig und wird als Heilpraktikerleistung in den seltensten Fällen genehmigt. Es ist wichtig zu wissen, dass die Kassen auch dann, wenn sie die Therapie nicht übernehmen, den Antrag in der Akte vermerken. Das kann zu Problemen bei einem Kassenwechsel, zu höheren Beiträgen und zu anderen Schwierigkeiten in deren Bewertung von Kostenübernahmen führen.
Im Vorgespräch werden die Praxisleistungen und Honorare ausführlich besprochen. Das Vorgespräch dauert 1,5 – 2 Std. und kostet €65,00 (in Bar).

Mir pressierts! Ich will jetzt dran bleiben! Kann ich auch 2 Mal in der Woche kommen?

„Am liebsten würden wir gleich MORGEN anfangen und wären schon GESTERN fertig!“

Am Anfang der Therapie sind viele Menschen extrem übermotiviert und haben es besonders eilig. In den meisten Fällen, entpuppt sich dieser Eifer als Strohfeuer. Es ist ein Ausdruck des extremen inneren Stresses, der zu dieser Flucht nach vorne führt.

Ein Rhythmus von 2 Therapiesitzungen in der Woche kann als Ausnahme, für eine kurze Zeit richtig sein. Zu empfehlen sind 2 Termine im Monat, so ist ausreichend Zeit, die letzte Sitzung zu verarbeiten und gut vorbereitet, in die nächste zu kommen. Ein Termin im Monat ist mindestens notwendig, um eine kontinuierliche Entwicklung und eine überschaubare Therapiedauer zu ermöglichen. Ein Termin alle 2 Monate ist erfahrungsgemäß zu wenig und führt zu Therapiefrust. Wenn der Abstand zwischen den Sitzungen zu lang ist, verlierst du das Erarbeitete aus den Augen und folgst dem Alltagstrott. In der nächsten Therapiesitzung fängst du dann wieder von vorne an.

Die erste Begegnung mit der eigenen Wahrheit ist entscheidend!

Fast jeder beginnt seine Therapie mit den besten Vorsätzen, schließlich geht es ja um was. Ob dieser Enthusiasmus aufrichtig ist, zeigt sich bei der ersten Begegnung mit der eigenen Wahrheit. Es kommt so gut wie nie vor, dass dieses Erkennen, Freude auslöst. Normal sind Reaktionen zwischen ungläubigem Entsetzen, Angst und totaler Ablehnung.

An diesem Punkt in der Therapie angekommen, musst du dich entscheiden ob du weiter machen willst. Hier beginnt dein unbekanntes, unbewusstes Ich. Wenn du dich aufrichtig, von ganzem Herzen und mutig entschließt die Wahrheit ans Licht zu bringen, beginnt hier die eigentliche Therapie. Alles, was du ab diesem Zeitpunkt erkennst und erfährst ist unumkehrbar, du kannst nie wieder so Verdrängen wie davor, du wirst ständig mit dir selbst konfrontiert.

Wenn dich auf einer langen Wanderung durch ein Gebirge, nach einem schwierigen und gefährlichen Abschnitt die Angst packt, weil du nicht weißt was noch vor dir liegt, kannst du dich nicht einfach, zurück ins Tal wünschen.

Ich will einfach nur dass DAS aufhört!

Diese Aussage, ist als Motivation für eine ganzheitliche Traumatherapie nicht ausreichend. Entweder glaubst du es nicht oder du weist es einfach nicht, dass DAS was mit dir zu tun hat. Du erwartest, dass irgendjemand kommt und es einfach wegmacht. So wie dir jemand eine ekelige Spinne vom Rücken nehmen kann. Leider oder besser gesagt zum Glück, ist das nicht möglich!

Deine Traumatisierung ist deine ganz persönliche Herausforderung, dein individuelles Bauch – Beine – Po Training. Niemand kann es für dich tun! Nur du selbst kannst diese Herausforderung annehmen und nur du selbst, kannst daran wachsen!

Vertraue niemandem der dir einfache, schmerzlose Lösungen verspricht. Deine Entwicklung ist weder einfach noch schmerzlos, es erfordert deinen ganzen Mut, deinen Willen, deine Disziplin und dein Durchhaltevermögen.

Nur wenn du es selber tust wird es am Ende dein Eigenes und von Dauer sein!

Warum brauche ich ein Vorgespräch um eine Gruppentherapie zu machen?

In einem Vorgespräch geht es darum heraus zu finden, mit welcher Motivation du an dieser Gruppentherapie teilnehmen willst. Wir wollen etwas über deine Traumastruktur erfahren, herausfinden was du darüber weißt und wie du damit umgehst. Kannst du Ursache und Wirkung deines Traumas bereits reflektieren oder befindest du dich noch im Nebel und willst lieber gar nichts davon wissen?

Diese Informationen helfen uns, dich durch diesen Prozess zu begleiten und dir dann wenn du es brauchst, eine Unterstützung an zu bieten, die dich weiter bringt. Du erfährst in dem Vorgespräch, wie das Therapieseminar aufgebaut ist und was dich erwartet. Du kannst so heraus finden, ob diese Art zu arbeiten wirklich das ist was du willst und dann gut vorbereitet zum Seminar kommen.

Die von uns angebotenen Gruppentherapien sind sehr intensiv und mit den meisten anderen, auf dem Markt angebotenen Gruppen nicht zu vergleichen. Ziel unserer Gruppentherapie ist es nicht, dass du dich kurzfristig besser fühlst, im Gegenteil es ist durchaus möglich, dass es dir nach einem Therapie – Seminar erst mal schlechter geht.

Warum? Die Therapieseminare sind Teil unseres Konzeptes der ganzheitlichen Traumatherapie. Sie sind so aufgebaut, dass sie dich darin unterstützen deine Wahrheit zu erkennen und das ist in der Regel schmerzhaft. Die Kombination aus intensiven Übungen und Entspannung in der Gruppendynamik, kann dich sehr schnell an Traumagefühle und -erinnerungen bringen, die du dann erst einmal verarbeiten musst. Um nicht in diesem Prozess stecken zu bleiben ist es Notwendig individuelle Therapie zu machen und / oder regelmäßig an Therapie – Seminaren und Aufstellungen teil zu nehmen.

 

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