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Ich stelle mich!

Ich stelle mich der Wahrheit über mich, meiner Haltung, meinem Verhalten, meinen Illusionen, meinen Vorstellungen, meinen Schmerzen, meiner Trauer, meiner Aggression, meinen Schwächen, meinen Stärken, meinen Potentialen, meiner Opfer- und meiner Täterseite!

Aufstellungstherapie

Um Aufstellungen therapeutisch nutzen zu können, ist es notwendig – das, was ich aufstelle, vom Du zu lösen und auf mich selbst zu beziehen. Ich stelle mich selbst auf! Meine Stellvertreterinnen repräsentieren Anteile meiner Persönlichkeit – bewusste und unbewusste. Sie machen die in meinen Zellen gespeicherten emotionalen Erinnerungen an eine Person oder ein Ereignis und verdrängte, unterdrückte, vergessene Gefühle sicht- und fühlbar. Auch die Erinnerungen, die verdrängt und/oder vergessen, aus meinem Unterbewusstsein heraus mein Verhalten beeinflussen und zu denen ich aus mir selbst heraus keinen Zugang habe.

Egal, ob ich mein Familiensystem, ein Anliegen oder eine Spaltung aufstelle, die Stellvertreterinnen repräsentieren immer Persönlichkeitsanteile von mir selbst. So kann ich Aufstellungen therapeutisch nutzen, um das, was mich treibt oder blockiert, zu erkennen, mich von störenden, falschen und/oder fremden Identifikationen zu befreien, meinen unbewältigten und unterdrückten Gefühlen einen Ausdruck zu geben und meine innere Ordnung wieder herzustellen. Ich übernehme die Verantwortung und bleibe bei mir.

Therapeutische Aufstellung – vom Du zum Ich

Eine therapeutische Familienaufstellung ist eine verdeckte Aufstellung. Ich erzähle der Aufstellungsleiterin in einem separaten Vorgespräch wie meine Familie war/ist, wie wir zueinander standen/stehen, was mich in meinem Leben belastet, was ich ändern und wovon ich mich befreien will. Die Gruppe erfährt weder etwas über meine Familie, noch kennt sie mein Anliegen und die Stellvertreterinnen wissen nicht, wofür sie stehen. Eine verdeckte Aufstellung ermöglicht den Stellvertreterinnen vorurteilsfrei, intuitiv, impulsiv, spontan, mutig und frei von Rollenklischees zu handeln. So können sie Dinge tun und Sätze sagen, deren Richtigkeit, Angemessenheit, Sinnhaftigkeit und Zumutbarkeit sie sonst eventuell anzweifeln würden.

Wenn ein anderes Mitglied meiner Familie diese aufstellt, würden wir höchstwahrscheinlich andere Schwerpunkte im selben Familiensystem sehen.

Ich stelle mein Familiensystem auf, informiere die Stellvertreterinnen jedoch nicht als Personen, sondern mit dem Gefühl, das ich mit dem jeweiligen Mitglied meiner Familie verbinde. Es geht nicht darum, wie es bei uns Zuhause tatsächlich war, sondern um meine emotionale Erinnerung an die jeweiligen Familienmitglieder und Situationen. Meine Familie steht so im Raum, wie sie in mir lebt und mich beeinflusst. Wenn ich alle Stellvertreterinnen aufgestellt habe, setze ich mich auf meinen Platz und beobachte. Ich atme bewusst und erlaube mir, alle Gefühle auszudrücken die ich wahrnehme. Wenn die Aufstellungsleiterin die Möglichkeit zu einer therapeutischen Intervention erkennt, bittet sie mich, den Platz meiner Stellvertreterin einzunehmen.

Da emotionale Erinnerungen in der Regel direkt aus meinem Unterbewusstsein kommen und meine Wahrnehmungsblockaden auf diese Weise umgangen werden, ist der Blick der Stellvertreterinnen ungetrübt. Sie offenbaren Gefühle, Verhaltensweisen und Ereignisse die mir möglicherweise nicht bewusst sind. Meine Vorstellungen von mir und meinem Leben werden auf den Kopf gestellt. Das führt dazu, dass mich die Aufstellung verwirrt und ich in der Position meiner Stellvertreterin erst mal orientierungslos bin.

Eine therapeutische Aufstellung ist nicht die Lösung eines Problems aber immer der Anfang eines Lösungsprozesses. Sie ist ein Schritt in Richtung Klarheit, Orientierung und innerer Ordnung!

Ich habe die Zeit, die ich brauche, um mich in die Situation einzufühlen.

Wenn ich bereit bin, hilft mir die Aufstellungsleiterin zu erkennen, in welcher Verwirrung ich – jetzt in der Aufstellung und oft ohne es zu merken – an jedem Tag meines Lebens gefangen bin. Sie unterstützt mich dabei, mich auf das einzulassen, was ich tun kann um mich neu zu orientieren, unterdrückte oder verdrängte/vergessene Gefühle wahrzunehmen, diese Gefühle anzunehmen und auszudrücken.

So kann ich nicht nur verstehen und erkennen was in meiner Kindheit geschehen ist – ich kann dem damals eingefrorenen Gefühl einen Ausdruck verleihen und so meine emotionale Entwicklung neu fortsetzen. Ich mache den nächsten Schritt oder ich beginne damit, mich aus meiner Verwirrung und aus meiner inneren Anspannung, Verkrampfung und Gefühlslosigkeit zu befreien um die für mich und mein Leben richtige Orientierung zu finden.

Klassische Aufstellung

Aufstellungstermine – Flyer zum Download


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