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Ich bin!

Von Projektion zu Reflektion

Dem Rebell in dir wurden das Herz betäubt und die Zähne gezogen. Dem Engel in dir wurden die Flügel gestutzt und die Augen vernebelt.

Als Kind konntest du dich gegen Prägungen, Konditionierungen, Manipulationen, Verletzungen und Traumatisierungen nicht wehren. Mehr oder weniger freiwillig hast du deine eigenen Bedürfnisse, deine Wünsche und sogar deine individuelle Persönlichkeit zugunsten der Familie aufgegeben, dein Leben hing davon ab – dazuzugehören.

Heute, als Erwachsener, bist nur du selbst für dich verantwortlich. Wenn du willst, dass dein Leben anders wird – kannst nur du es ändern. Wenn du frei sein willst – kannst nur du dich befreien. Wenn du willst, dass die Wiederholungen ungelöster Traumata in deinem Familiensystem aufhören, musst du die Verstrickungen auf deiner Seite lösen. Du musst lernen hin und nicht weg zu schauen, nicht zuzudecken sondern aufzudecken und zu fühlen anstatt zu ignorieren.

Ich bin verantwortlich für alles, was ich tue, für alles, was ich nicht tue und für alles, was mir von anderen angetan wird.

Warum übernehmen wir keine Verantwortung für uns selbst?

Auf diese einfache Frage gibt es keine einfache und pauschale Antwort. Vielleicht liegt es daran, dass Adam und Eva die Rundumversorgung des Paradieses hinter sich ließen und sich auf den Pfad der Erkenntnis begaben. Im Paradies hätten sie im ewigen Licht Gottes glückselig vor sich hin leben können. Auf dem Pfad der Erkenntnis war es dunkel und sie waren auf sich gestellt. Zum ersten Mal mussten sie eine Entscheidung treffen und mit den Konsequenzen leben, sie waren für sich selbst verantwortlich. In der Dunkelheit bleiben oder nach dem Licht streben.

Bis zum heutigen Tag haben nur wenige Menschen den Weg zurück zum ewigen Licht gefunden, die meisten tappen beleidigt in ewiger Dunkelheit umher.

  • „Wenn Adam und Eva damals, das Paradies nicht verlassen hätten, würde es uns heute gut gehen – die sind an allem Unglück schuld.“
  • „Wenn die Eva den Adam nicht dazu angestachelt hätte nach der Weisheit zu streben, weil sie mehr wollte als einfach nur leben, würde es uns heute gut gehen – die Frau ist schuld.“

Geblendet von unseren Illusionen, Vorstellungen, Träumen und Erwartungen sind wir noch immer überzeugt, einen Anspruch auf das Paradies zu haben. Wir sind trotzig wie kleine Kinder und weigern uns beharrlich, Verantwortung zu übernehmen und selbst etwas zu tun. Die jahrhundertelange moralische, religiöse und politische Manipulation, Prägung und Konditionierung untermauert diesen Anspruch auf die Versorgung im Paradies. So werden wir mehr und mehr der Fähigkeit beraubt, selbstständig, selbstbestimmt und eigenverantwortlich zu denken, zu handeln und zu leben.

Die Tore zum Paradies werden sich für uns öffnen, wenn wir uns an die „zehn Gebote Gottes“ halten. Gelingt uns das mal nicht, gehen wir zur Beichte, sprechen Bußgebete, stecken ein paar Münzen in die Sammelbox, Gott befreit uns dann von unserer Schuld / Verantwortung und abgerechnet wird später. Um am Tag der Abrechnung gut dazustehen, werden wir aufgefordert, uns zuerst mit dem Leid anderer auseinander zu setzen, bevor wir uns um unser eigenes Wohlergehen kümmern. Wir müssen uns schuldig fühlen, wenn es anderen schlechter geht als uns.

Diese Moralisierung unserer individuellen Bedürfnisse hat dazu geführt, dass wir Verantwortung mit Schuld verwechseln, bzw. dass wir glauben, unserer Verantwortung gerecht zu werden, wenn wir aus Mitleid und aufgrund diffuser Schuldgefühle anderen helfen. Die Wahrheit ist, wir ertragen das Leid anderer nicht, weil es unser eigenes berührt. Wir beruhigen unser Gewissen, fühlen uns stärker als wir tatsächlich sind und vermeiden so, mit unserem eigenen Mangel, Leid, Schmerz, Verlust und unserer Angst in Kontakt zu kommen. Da wir unser eigenes Leid nicht fühlen, sind wir auch nicht fähig, einem anderen Menschen mitfühlend zu begegnen und ihn dabei zu unterstützen sein Leid zu überwinden. Wir treffen mit unserem Leid – auf das Leid des anderen und leiden gemeinsam. Ein Blinder versucht, einen anderen Blinden über die Straße zu führen.

Gehorsam und Obrigkeitshörigkeit sind andere, über Generationen perfektionierte Konditionierungen, eine unmissverständliche Aufforderung, unauffällig in der Herde mitzulaufen. Früher war das religiös-militärisch geprägt: „Mein Leben für Gott, Kaiser und Vaterland!“ Heute ist es religiös-kapitalistisch ausgerichtet: „Mein Leben für Geld, Macht und Konsum!“

Zu diesen beiden großen Prägungen, gibt es unzählige individuelle Facetten, Konditionierungen und unverarbeitete Traumata, die sich über Generationen tief in unsere Zellen eingebrannt haben. Die konstruierte Ordnung der religiösen und weltlichen Macht fordert uns seit Generationen auf, angepasst und unauffällig im Gleichschritt mit allen anderen zu marschieren. Wer den Mut hat, sich aus der Herde zu erheben und seine wunderschöne, einzigartige, individuelle Genialität präsentiert, wird entweder als Ikone für die Richtigkeit der Ordnung missbraucht, ausgestoßen oder getötet und manchmal nach seinem Tod zur Ikone erhoben. (Socrates, Jesus, Galileo, Jeanne D’Arc, Che Guevara, Simon Bolivar, Wilhelm Reich, Martin Luther King, Osho, Nelson Mandela, Bradley Manning, Julian Assange, Edward Snowden und viele bekannte wie unbekannte mehr.)

 Mehr über Verantwortung und Eigenverantwortung lesen!

Altes Leben in neuen Körpern

Wenn ein Mensch geboren wird, reden wir von neuem Leben, in Wahrheit aber ist es altes Leben in einem neuen Körper. Wir bringen unverarbeitete Traumata, intensive Erfahrungen, sich wiederholende Prägungen und Konditionierungen unserer Eltern, Großeltern, Urgroßeltern und …, in unserem Erbgut mit. Es gilt als wissenschaftlich belegt, dass diese Informationen von Generation zu Generation weiter vererbt werden. Mittlerweile sind unserer Zellen so prall gefüllt mit Prägungen, Konditionierungen und Traumata, dass jede zusätzliche Information unweigerlich zur Explosion führt. Seit Jahren nehmen psychische Überlastungsstörungen überall auf der Welt zu, besonders junge Menschen sind betroffen.

  • ADHS
  • ADS
  • Depression
  • Angststörungen
  • Psychosen
  • Herz-, Kreislauferkrankungen
  • Allergien
  • Impulskontrollstörungen
  • Amoklauf
  • Fanatismus
  • Gewaltexzesse

Die zuständigen Behörden sind ahnungslos und stehen dieser Entwicklung, völlig überfordert und hilflos gegenüber. Sie haben nicht den Hauch einer Lösung anzubieten. Die Pharmakonzerne nutzen diese Unfähigkeit und erfinden immer wieder neue Medikamente – die nichts bewirken. Politiker können das als großen Wurf hervorheben und als Erfolg auf ihre eigene Fahne schreiben. So profitieren die, die nichts zu geben haben, vom Leid anderer.

Wir haben, nicht nur nie gelernt, Verantwortung zu übernehmen, sondern wir werden so geprägt und konditioniert, dass wir gut ohne auskommen! Selbst wenn wir völlig versagen, werden wir versorgt.

Was ist Verantwortung?

Abhängig davon, wer das Wort Verantwortung benutzt und ob jemand Verantwortung übernimmt oder von anderen einfordert, ändern sich Bedeutung und Wertigkeit. Es macht einen Unterschied, ob die Verantwortung: weltlich, religiös, rechtlich, politisch, wirtschaftlich, ökologisch, individuell, persönlich, moralisch, philosophisch oder psychologisch betrachtet wird. Das Wort selbst bedeutet, für seine Handlungen einzustehen und ihre Folgen zu tragen, bzw. sich zu rechtfertigen. Auf Wikipedia befinden sich umfangreiche Artikel zu Verantwortung und Eigenverantwortung.

Egal in welchem ideologischen Zusammenhang wir Verantwortung betrachten, Grundlage sind die Fähigkeit und die Bereitwilligkeit jedes Einzelnen, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen (Eigenverantwortung). Und genau hier liegt das Problem. Verantwortung ist ein Fremdwort in unserer Gesellschaft, wir reden von Unfähigkeit, Unmöglichkeit, Alternativlosigkeit, Schuld, Sühne und Bestrafung, aber nur sehr selten davon, Verantwortung für unser Handeln zu übernehmen. Aussagen wie diese hören wir ständig:

  • „Dafür kann ich doch nichts!“
  • „Was soll ich denn machen?“
  • „Was kann ich schon machen?“
  • „Das würde ja auch nichts ändern!“
  • „Ich habe doch nichts gemacht!“
  • „Ich kann nicht anders!“
  • „Ich kann nichts dafür!“
  • „Das ist nicht meine Schuld!“
  • „Ich kann einfach nicht!“
  • „Ich würde ja gerne – aber …!“
  • „Das war nicht meine Absicht!“
  • „Daran kann ich auch nichts ändern!“
  • „Ich kann mich an nichts erinnern!“

Sätze wie diese:

  • „Ich habe meinen Schmerz auf dich projiziert und dich verletzt. Ich habe dich in diesem Moment nicht mehr wahrgenommen, das tut mir leid!“
  • „Deine Schwäche hat mich so dicht an meine gebracht, dass ich aus Angst davor, mit meiner Schwäche in Kontakt zu kommen, einen abwertenden Spruch als Mauer zwischen uns geschoben habe. Ich habe dich nicht unterstützt, weil ich nur mich wahrgenommen habe, das tut mir leid!“,
    sind von großer Bedeutung für beide Seiten. Wenn der, der ihn spricht, aufrichtig fühlt was er da sagt und der Angesprochene aufrichtig annehmen kann, was er da hört, ist das heilend für beide.

Was ist Eigenverantwortung?

Eigenverantwortung bedeutet, dich um deine Bedürfnisse selbst zu kümmern und für dein Handeln oder Nicht-Handeln und für das, was sich daraus entwickelt, gerade zu stehen. Es bedeutet, zu erkennen, dass dein Leid ursprünglich von anderen verursacht wurde. Weil du dich bisher nicht davon befreien konntest, wird es durch äußere Umstände und von anderen, besonders von deinem Partner, immer wieder aktiviert.

Weder äußere Umstände noch andere Menschen können dich von deinem Leid befreien. Selbst wenn die Welt, um dich herum perfekt ist (was so gut wie nie vorkommt), bist du nicht von deinem Leid befreit! Es wird einfach mal nicht aktiviert, bis zum nächsten Partner der genau zu deiner Wunde passt.

Das bedeutet nicht, dass jeder mit dir machen kann was er will und du selbst daran schuld bist – wenn es dir dann schlecht geht. Wenn jemand dein Leid aktiviert, tut er das aus seinem eigenen Leid heraus und dafür ist er selbst verantwortlich. Das hört sich alles ziemlich ausweglos an und die Lösung ist tatsächlich nicht einfach. Um dich aus diesen Verstrickungen zu befreien, musst du dein Handeln, deine Gedanken und deine Gefühle immer wieder aufs Neue genau betrachten und hinterfragen. Du brauchst viel Geduld mit dir selbst und mit der Welt um dich herum.

Jetzt fragst du dich vielleicht: „Was ist, wenn ich hinschaue, mein Gegenüber es aber nicht tut?“

Wenn dein Gefühl stimmt und dein Gegenüber wirklich nicht hinschaut und auch nicht bereit ist, sein eigenes Verhalten zu hinterfragen, bist du auf dich allein gestellt. Das ist bestimmt eine große Enttäuschung für dich und tut verdammt weh, aber es macht dir auch unmissverständlich klar, dass nur du allein deine Verletzungen heilen kannst. Natürlich solltest du dich fragen, ob eine Beziehung zu diesem Menschen deine Entwicklung unterstützt und etwas Nährendes da ist.

Stimmt dein Gefühl aber nicht, schaust du vermutlich bei dir selbst nicht genau hin. Entweder ist der aktivierte Schmerz so übermächtig, dass du verzweifelt nach Rettung im Außen suchst oder du vermeidest es einfach, dein eigenes Verhalten zu hinterfragen. Du suchst die Schuld beim Anderen und während du kämpfst – verlierst du den Kontakt zu dir.

Da sich erst aus einer aufrichtig gelebten Eigenverantwortung die Fähigkeit ergibt, Verantwortung für andere zu übernehmen, ist es unsere wichtigste Aufgabe, zu erkennen wer wir sind. Nur durch die Erforschung unserer individuellen, mentalen und emotionalen Wahrheit und die Befreiung von Blockaden, Prägungen, Konditionierungen und Ängsten, werden wir befähigt, Verantwortung für uns selbst zu übernehmen! Erst dann können wir andere unterstützen und uns für etwas einsetzen ohne egoistische Ziele zu verfolgen:

  • für Menschen, die Hilfe brauchen
  • für die Allgemeinheit
  • gegen Missstände
  • für die Natur
  • für das Gemeinwohl
  • für eine bessere Zukunft

Ich bin verantwortlich für alles, was ich tue!

Du allein trägst die Verantwortung für alles, was du tust, weil du allein dich dafür entschieden hast, es zu tun. Egal ob du bewusst oder unbewusst handelst, es ist deine Verantwortung – bewusst zu sein. Auch wenn du unter Zwang oder auf Befehl handelst, du hast immer die Wahl – Nein zu sagen und die Verantwortung dafür zu übernehmen.

  • Wenn du etwas tust, dass allgemein als wertvoll oder gut angesehen ist oder von dem du glaubst, dass es etwas Gutes ist, hoffst du, dass es bemerkt wird. Du willst unbedingt damit in Verbindung gebracht und gelobt werden.
  • Wenn du etwas tust, dass allgemein als wertlos oder böse bewertet wird oder von dem du glaubst, dass es schlecht ist – hoffst du, dass es nicht bemerkt wird. Du willst auf gar keinen Fall damit in Verbindung gebracht und bestraft werden.

Verantwortlich für deine Handlungen zu sein bedeutet, anzuerkennen was du tust, welche Folgen das hat und im Positiven wie im Negativen mit allen Konsequenzen dafür einzustehen.

Ich bin verantwortlich für alles, was ich nicht tue!

Du bist verantwortlich für alles, was du nicht tust. Egal ob du es einfach nicht tun willst, glaubst, es nicht tun zu können oder Angst davor hast, es zu tun, du allein hast dich dafür entschieden – es nicht zu tun.

Verantwortung für deine Untätigkeit zu übernehmen bedeutet nicht, etwas zu tun, was du nicht tun willst oder deine Angst zu ignorieren und dich zu überfordern. Du übernimmst Verantwortung, wenn du zu dir selbst und deiner Entscheidung stehst – es nicht zu tun.

Ich bin verantwortlich für alles, was mir von anderen angetan wird!

Du trägst keine Schuld daran, dass dir etwas angetan wird, aber du trägst die Verantwortung für den Schaden.

Wenn dir etwas angetan wird, entsteht ein Schaden. Alle Bereiche deines Lebens können davon betroffen sein: materiell, ideell, körperlich, emotional oder seelisch. Nur im Materiellen Bereich ist es möglich, die Verantwortung für den Schaden abzugeben. Bleibende Schäden und Störungen sind Teil deines Lebens geworden und dafür kannst nur du allein Verantwortung übernehmen. Selbst wenn der Täter es wollen würde, kann er dich nicht von deiner Trauer, deinem Schmerz, deiner Verwirrung oder deiner Angst befreien. Er unterstützt dich, wenn er Verantwortung für seine Tat übernimmt, das gibt dir das Vertrauen in deine Wahrnehmung zurück und er kann die Therapie bezahlen.

Verantwortung für andere?!

Ich übernehme ständig Verantwortung für andere und lasse mich in deren Schicksal verstricken!

Ich verliere den Kontakt zu mir und übernehme immer Verantwortung für andere:

  • Ich darf keine Forderungen stellen!
  • Ich bin nicht wichtig!
  • Ich muss mich für andere aufgeben!

Ich verliere den Kontakt zu mir und lasse mich von anderen verstricken:

  • Ich muss die Erwartungen erfüllen!
  • Ich darf niemanden enttäuschen!
  • Ich muss immer für andere da sein!

Um dich aus dieser Konditionierung zu lösen ist es wichtig zu erkennen, welche Bedürfnisse dahinter stehen, was du dafür aufgegeben hast und was du bereit bist dafür zu tun.

Ich will gebraucht werden, ich will wichtig sein, ich will dazugehören und ich will geliebt werden. Dafür bin ich bereit mich zu überfordern und sogar aufzugeben. In diesem Verlangen nach Anerkennung fühle ich mich gleichermaßen mächtig und ohnmächtig.

Ich übernehme nie Verantwortung und verstricke andere in mein Schicksal!

Ich verliere den Kontakt zu mir und übernehme keine Verantwortung:

  • Ich habe nichts gemacht!
  • Ich werde überfordert!
  • Ich kann es nicht ändern!

Ich verliere den Kontakt zu mir und verstricke andere mit meinem Schicksal:

  • Ich habe ein Recht auf deine Unterstützung!
  • Ich bin verloren, wenn du mir nicht hilfst!
  • Ich will, dass du immer für mich da bist!

Um dich aus dieser Konditionierung zu lösen, ist es wichtig zu erkennen, welche Bedürfnisse dahinter stehen, was du dafür aufgegeben hast und was du bereit bist dafür zu tun.

Ich will gerettet werden, ich will versorgt werden, ich will es leicht haben, ich will – dass alle auf mich Rücksicht nehmen und ich will geliebt werden. Ich bin bereit zu leiden, um Aufmerksamkeit zu bekommen. In diesem Verlangen nach Versorgung fühle ich mich gleichermaßen mächtig und ohnmächtig.

Es ist wichtig, Alltagssituationen zu erkennen, in denen du den Kontakt zu dir verlierst. In diesen Momenten verschieben sich deine Grenzen und du pendelst zwischen diesen Gegensätzen hin und her. Entsprechend deiner Persönlichkeit überwiegt ein Anteil, du gibst dich entweder über- oder unterlegen und vermeidest so Angst und Schuldgefühle. In keiner dieser Positionen ist es dir möglich, Verantwortung für dich selbst zu übernehmen.

Nur du selbst kannst dich befreien!

Andere haben dich geprägt, konditioniert, manipuliert, verletzt und traumatisiert. Sie sind schuld daran:

  • Dass du dein Potential nicht entfalten kannst.
  • Dass du deine Sexualität nicht leben kannst.
  • Dass du dich immer noch wie ein kleines Kind verhältst.
  • Dass du nicht erwachsen wirst.
  • Dass du deine Partner immer wieder mit deiner Mutter verwechselst.
  • Dass du keinen Erfolg hast.
  • Dass du unglücklich bist.
  • Dass du traurig bist.
  • Dass du aggressiv bist.
  • Dass du bequem bist.
  • Dass du blockiert bist.
  • Dass du Angst hast.

Andere sind schuld daran, dass dein Leben durch Abwehr- und Überlebensstrategien sowie Verdrängungs- und Vermeidungsmuster beeinflusst und gestört wird. Aber du bist verantwortlich dafür, das zu ändern, nur du kannst deine Verstrickungen lösen und nur du kannst deine Verletzungen heilen. Für dein Wohlergehen, deine Entwicklung und dein Seelenheil bist du selbst verantwortlich.

Alles, was dir gegeben wird – kann dir auch genommen werden! Nur was du dir selbst erarbeitest ist wahrhaftig dein!

Wie lerne ich – Verantwortung zu übernehmen?

Du beginnst damit, dich zu beobachten und dein Verhalten zu hinterfragen:

  • Warum bekomme ich Angst, wenn mein Partner mich berührt?
  • Warum reagiere ich beleidigt, wenn mein Partner mir Vorwürfe macht?
  • Warum kollabiere ich, wenn mein Partner wütend auf mich ist?
  • Warum werde ich aggressiv, wenn meine Erwartungen nicht erfüllt werden?
  • Warum werde ich laut, wenn ich mich verletzt und hilflos fühle?
  • Warum werde ich gemein, wenn mein Partner schwach ist?
  • Warum werde ich gemein, wenn mein Partner stark ist?
  • Warum erniedrige ich Schwache?
  • Warum manipuliere ich andere?
  • Warum bin ich immer kränklich?
  • Warum buckle ich vor Starken?

Es ist wichtig zu erkennen, in welchen Situationen du den Kontakt zu dir verlierst. In diesen Momenten verschieben sich deine Grenzen und du bist plötzlich mit deiner ganzen Wahrnehmung (mental, emotional und abdominal) in der Zeit, in der du verletzt wurdest. Du verlierst nicht nur den Kontakt zu dir, sondern in gewisser Weise auch den Kontakt zum Hier und Jetzt.

Wenn du erkannt hast, wann, warum und wie du den Kontakt zu dir verlierst, musst du als nächsten Schritt deine Vergangenheit erforschen. Um aufzudecken – was dir angetan wurde und die Schmerzen, Schuldgefühle, Ängste, Aggression und Trauer von damals noch einmal zu fühlen. In diesem Prozess ist es wichtig für dich, die Täter der Vergangenheit klar zu benennen und anzuklagen, das ermöglicht dir, all das auszudrücken, was du damals zurück gehalten hast und zu fühlen, was du damals nicht gewagt hast zu fühlen. So kannst du erkennen, welche Überlebensstrategien dich noch immer von deinen Gefühlen fernhalten, welche Verhaltensmuster dich vom Leben trennen und wovor du in Wahrheit Angst hast.

„Wir müssen unsere alte Identität aufgeben und zu einer neuen Empfindung unserer selbst wiedergeboren werden.“ Jack Kornfield

Die Täter der Vergangenheit

Da die Prägungen, Konditionierungen und Verletzungen, die zur Störung deines Verantwortungsbewusstseins geführt haben, in der Regel von deinen Eltern verursacht wurden und in deinem direkten familiären Umfeld stattfanden, fällt es dir sehr schwer, die Täter der Vergangenheit zu benennen und direkt anzuklagen. Du hast Angst, deine Zugehörigkeit zu verlieren und die Beziehung zu deinen Eltern / deiner Familie zu zerstören. In Wahrheit hast du aber gar keine Beziehung mit ihnen, sondern eine Verstrickung (Familienbande)!

Von der Verstrickung zur Beziehungsfähigkeit

Der Weg aus der Verstrickung in die Beziehungsfähigkeit führt dich durch vier Phasen deiner Bindungsmuster. Die Überwindung jeder dieser Phasen erfordert eine intensive und aufrichtige Auseinandersetzung mit deinen Abwehr- und Überlebensstrategien sowie Verdrängungs- und Vermeidungsmustern.

In der ersten Phase nimmst du deine Eltern in Schutz, du kannst und willst dir nicht vorstellen, dass sie schuld an deiner Situation sind. Du hast Angst, sie zu konfrontieren, willst sie nicht verletzen und schon gar nicht verlieren. Du beginnst zu beschwichtigen und sagst:

  • Die wussten es nicht besser.
  • Sie haben es nur gut gemeint.
  • Sie haben ihr Bestes gegeben.
  • Sie hatten es doch auch schwer.
  • Das kann ich ihnen nicht antun.
  • Bei uns Zuhause ist alles in Ordnung.
  • Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern.

Du hast den Kontakt zu dir verloren, bist mit deiner ganzen Aufmerksamkeit bei deinen Eltern und übernimmst keine Verantwortung für dich.

In der zweiten Phase fängst du an, deine Eltern in Frage zu stellen und beginnst, sie abzulehnen. Du sagst, die sind an allem Schuld, die haben mein Leben zerstört und ich hasse sie. Diese Gedanken und Gefühle sind sehr verwirrend für dich. Hin- und hergerissen zwischen deinem Verstand, der sagt: „Ich muss sie doch lieben, sind schließlich meine Eltern.“ und deinem Bauch, der verletzt und wütend ist und sie nie wieder sehen will, weißt du nicht, was jetzt richtig ist und zweifelst an deiner Wahrnehmung. Du beginnst damit, Verantwortung für dich zu übernehmen, aber du bist mit deiner ganzen Aufmerksamkeit immer noch bei ihnen und hast keinen Kontakt zu dir.

In der dritten Phase lehnst du deine Eltern ab und vertraust deiner Wahrnehmung – dass sie schuld daran sind, dass es dir so schlecht geht. Aber in dir ist immer noch die Hoffnung, dass sie ihre Verantwortung übernehmen, wenn du mit ihnen redest. Du bist bereit, dich mit ihnen auseinanderzusetzen und wünschst dir, sie würden endlich über all das reden, worüber Zuhause nie gesprochen wurde. Du nimmst Kontakt mit deinen Eltern auf, weil du hoffst, dass sie bereit sind, deine Fragen zu beantworten, ehrlich mit dir über deine Kindheit zu reden und Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Du übernimmst Verantwortung für dich, aber mit deiner Aufmerksamkeit bist du immer noch bei deinen Eltern. In dieser Phase beginnst du dich selbst wahrzunehmen und findest langsam den Kontakt zu dir.

In der vierten Phase brichst du den Kontakt zu deinen Eltern ab und wendest dich ganz dir selber zu. Du erkennst deine Verletzungen, deine Wunden und deinen Schmerz an. Du spürst deine Trauer und lässt sie da sein. Du bist mit dir in Kontakt und übernimmst Verantwortung für dich selbst. In diesem Prozess überwindest du deine Prägungen, Konditionierungen und Verletzungen. Du holst dir deine Kraft zurück und lernst selbstbestimmt, dein eigenes Leben zu leben. Du bist frei! Erst jetzt kannst du eine aufrichtige, wahrhaftige Beziehung zu deinen Eltern aufbauen – vorher war das nicht möglich.

Professionelle Unterstützung

Du musst diesen Weg zu dir selbst – alleine gehen, aber du kannst es nicht ohne professionelle Hilfe tun.

Das klingt wie ein Widerspruch – ist aber keiner. Wenn du ehrlich zu dir bist, wirst du schon am Anfang deines Weges erkennen, dass du dir ständig in die eigene Tasche lügst. Du willst weiter sein als du es in Wirklichkeit bist und setzt alles daran, vor dir selbst und der Welt besser da zu stehen. Wenn du dich bereits auf den Weg gemacht hast, tust du das in der Regel nicht mehr absichtlich, aber die Angst vor der Wahrheit ist so groß, dass du dir selbst etwas vormachst. Du belügst dich selbst und glaubst es dir.

Jedes Stückchen Wahrheit, das du aufdeckst, bringt dich näher an deinen Schmerz, deine Angst und schließlich an die Erinnerung – an die ganze Wahrheit. Eingehüllt im Nebel deiner Illusionen, Wünsche, Vorstellungen und Hoffnungen ist dir die Sicht auf die Wirklichkeit versperrt. Deine Selbsthypnose und deine Angst sind so stark, dass sie dich sofort wieder in den Nebel ziehen, wenn du ein Stückchen Wahrheit aufgedeckt hast.

Du brauchst einen Menschen an deiner Seite, der nicht Teil deiner Selbsthypnose ist und deinen Nebel überblicken kann. Einen Menschen, der sich auf dem Ozean der Illusionen auskennt und stark genug ist, sich nicht von dir verstricken zulassen. Wie ein Lotse wird er dich immer wieder auf deinen Weg zurückführen – Segeln musst du selbst.

Durch den Nebel deiner Illusionen und Wünsche kannst du nicht erkennen, wer du bist und wo du jetzt gerade stehst. Wenn du die Erinnerungen an die schmerzhaften Erfahrungen deiner Kindheit zulassen und den unterdrückten Gefühlen wieder Raum geben kannst, wird deine Sicht zunehmend klarer werden.

Zentrum für ganzheitliche Traumatherapie

Im Zentrum für ganzheitliche Traumatherapie bieten wir dir viele verschiedene Möglichkeiten an, die dir helfen, dich deiner Wahrheit und dir selbst zu nähern. Gesprächstherapie, Körpertherapie, Atemtherapie, Aufstellung als Einzeltherapie und Gruppentherapie, Meditation und Gruppentherapieseminare zu verschiedenen Themen. Im Verlauf der Aufarbeitung auftretende körperliche Symptome kann Petra mit verschiedenen komplementärmedizinischen und naturheilkundlichen Methoden behandeln. Wenn du eine persönliche und individuelle Beratung möchtest, kannst du mit dem Kontaktformular bequem einen Termin vereinbaren.

Ich Bin – die Gruppentherapie

„Das Ziel der Therapiegruppen ist nicht, dich zu deinem natürlichen Selbst zu bringen – absolut nicht. Das Ziel der Therapiegruppen ist, dich an einen Punkt zu bringen, wo du deine Unnatürlichkeit sehen kannst. Osho

Im Therapieseminar „Ich Bin“ kannst du lernen, Verantwortung für dich selbst und dein Leben zu übernehmen! Unterstützt von der Gruppenenergie, den Übungen, die wir entwickelt haben, und unserer Begleitung hast du die Möglichkeit, deine Prägungen, Konditionierungen, Verletzungen symbiotischen Traumatisierungen und deine Selbsthypnose aufzudecken. Du kannst herausfinden, wie sie dein Leben und dein Verhalten heute noch bestimmen. Mit dieser Aufmerksamkeit ist es dir möglich, zu erkennen, in welchen Situationen du einen Schuldigen im Außen suchst, um keine Verantwortung für dich selbst übernehmen zu müssen.

Diese Entwicklung ermöglicht es dir:

  • dein Schicksal anzunehmen und deine Energie
  • nicht dafür zu nutzen, dagegen anzukämpfen!
  • eine gesunde Selbsteinschätzung zu gewinnen
  • und deine Destruktivität zu überwinden!
  • deine Kraft und Stärke zu nutzen und
  • Macht- und Manipulationsverhalten aufzugeben!
  • freie und lebendige Beziehungen einzugehen
  • und dich aus Abhängigkeiten zu lösen!
  • Projektionen wahrzunehmen und dich
  • in der Reflektion zu erkennen!

So lernst du, Schritt für Schritt, ein eigenverantwortliches und selbstbestimmtes Leben zu führen.

Ich bin! – Flyer zum Download


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